Montag, 26. März 2012

Meet & Greet mit RIA Teil 1


Eine aufregende Schnipseljagd brachte mir eines von fünf goldenen Tickets zu einem Meet & Greet mit dem Kreativteam von RIA – Die Lichtklan Chroniken ein. So sehr ich mich über die Einladung in das Studio von Thorsten Kieckers Stenarts freute, so sehr stieg auch die innerliche Unruhe und Aufregung an.

 Ich bin von Natur aus Menschenscheu, sozialer Phobiker und Smalltalkversager. Was das mentale durcheinander nur verstärkte war die Unwissenheit was genau auf mich zukommt. Sind im Atelier jetzt 10 oder 100 Leute. Ich hoffte es wäre eine riesige Veranstaltung, denn in der Masse kann ich untertauchen und hier und da ein kurzes Gespräch führen, mein Sektchen schlürfen und verschwinden sobald es mir passt.

Am Anhalter Bahnhof etwas groggy vom Arbeitstag angekommen stehe ich nun vor einem Neubau. Ein Hinweisschild an der Eingangstür weist mir den Weg in den fünften Stock. Ich bin 10 Minuten zu früh (wie immer) und alles ist ruhig. Mist. Ein spähen durch die gläserne Tür offenbart zwar keine Person, jedoch den zu erwartenden Umfang der Veranstaltung. Es wird wohl eine kleine gemütliche Runde. Ein Klingeln verursacht Aufmerksamkeit und im Mittelpunkt stehen liegt mir ja überhaupt nicht. Thorsten Kiecker begrüßt mich mit den Worten: „Heh schön dass du da bist. Du bist der Erste.“ Mist hoch 2! Der Chef von Stenarts winkt mich in seine Gefilde und flitzt wie ein aufgescheuchtes Huhn über den Flur und ruft sein Team zusammen. Okay, etwas bin ich nun erleichtert, denn er meinte wohl, dass der erste Gewinner da sei. Es sind also noch weitere Menschen hier.

Als erstes wird mir eine Maske übergeholfen und erst jetzt fällt mir auf, dass Thorsten ebenfalls eine Maske in Form der Figur Loan aus seinen Lichtklan Chroniken trägt. Wie immer in solchen Situationen, in welchen ich nicht genau weiß was auf mich zukommt bin ich wie ein an ein Karren gespannter Gaul mit Scheuklappen. Gib mir die Route und ich laufe los und sehe nur mein Ziel vor Augen. Alles was links und rechts von mir geschieht wird ausgeblendet, existiert einfach nicht. Die mir nun übergeholfene Maske verstärkt nur den Effekt. Meine Brille ist nun außer Funktion gesetzt und alles was mehr als zwei Meter von mir entfernt ist verschwindet im Nebel. Auch gut, dass vereinfacht die Sache eigentlich. Mein fragender, hilfesuchender Blick ist verdeckt. Ein geübter Beobachter erkennt wahrscheinlich an meiner Haltung meinen tatsächlichen Gemütszustand, aber egal.

Jetzt beginnt die Vorstellungsrunde: „Ja, ich bin einer der Gewinner.“, „Ja, ich habe eines der goldenen Tickets gewonnen.“, „Nein, ich hatte keine Lust zur Leipziger Buchmesse zu fahren.“, „Nein, ich habe Thorsten nicht gejagt. Er hat mich über den Haufen gerannt.“ Das war wohl Thorstens Stichwort und er springt mit den Worten dazwischen, dass ich der Typ sein, der ihn dreimal gefangen hätte und den Bericht über die Schnipseljagd geschrieben hätte. Ab dem Zeitpunkt wäre für viele wohl das Eis gebrochen gewesen, doch ich bin derjenige, der dann in das Eisloch fällt und unter der Eisschicht nach Luft ringt. Ich wurde mit Komplimenten überhäuft und damit konnte ich noch nie umgehen. Mehr als ein „Danke“ bekomme ich in solchen Situationen nicht raus und es liegt an meinem Gegenüber das Gespräch weiter aufrecht zu halten. Smalltalkphobiker par excellence, aber ganz ehrlich gesagt wurde es mir von Thorstens Team einfach gemacht. Alle waren in Feierlaune und mit dem ersten Bier in der Hand konnte ich mich wenigstens an etwas festhalten. 

Ende Teil 1

hier gehts zu Teil 2 mit einer Führung durch das Atelier Kiecke

Verwandte Posts

Homepage von RIA - Die Lichtklan Chroniken

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen