Samstag, 12. Mai 2012

Comicreview: Popeye #1 (IDW)


Der US-Verlag IDW Publishing hat mal wieder eine neue/alte Lizenz erworben und veröffentlicht von nun an monatlich ein Popeye Comic. Die erste Ausgabe wartet mit einem witzigen Cover auf. Es ist eine Hommage an das legendäre Action Comics Nr. 1. Das Comic, welches neben Detective Comics Nr. 27 bis zu 2 Millionen Dollar wert ist wurde bereits häufig karikiert, doch diese Adaption von IDW finde ich sehr gelungen.

Ich kannte bisher nur die Zeichentrickserie und bin daher was die Comichefte angeht unwissend. Als erste fiel mir der harte Slang auf. Teilweise fiel es mir sehr schwer manche Sprüche des spinatfressenden Seemanns zu verstehen. Kein feiner Englisch von „Glotzauge“. Es ist auch keineswegs ein Kindercomic. Scheinbar haben die Autoren und Redakteure die mittlerweile erwachsen geworden Leserschaft als Zielgruppe vor Augen. Die Fans des Matrosen werden sicher ihre Freude haben.

Bei den Zeichnungen orientiert sich das Kreativteam stark an den klassischen Geschichten. Keiner muss Angst haben eine komplette Neuauflage in Hochglanz ertragen zu müssen. Die Geschichte ist leicht zusammengefasst. Es wurde eine Insel entdeckt, auf welcher Jeeps entdeckt wurden. Die Familie um Olive Oyl will mit Hilfe von Popeye zu dem Eiland segeln und eine Partnerin für ihr Haustier „Eugene the Jeep“ finden. Das Tier galt bisher als einzigartig und mit dem Nachwuchs könnte man reichlich Geld verdienen. Auf hoher See geht Bluto zum Angriff über und möchte seinen Erzfeind Popeye mit allen Mitteln versenken.

Inhaltlich wie zeichnerisch ist Popeye kein Meisterwerk, jedoch nette Unterhaltung für zwischendurch. Ob dies den Preis von immerhin $3.99 rechtfertigt ist meines Erachtens fraglich. Popeye ist ein typischer Zeitungsstrip und kann von mir aus auch dort weiter veröffentlicht werden. Der Comic landet jedenfalls nicht in meinem Abofach, aber die erste Ausgabe wird geboarded, eingetütet und sicher verstaut.    
  

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